Die Wanderszene im Death Valley ist anders als in fast jedem anderen Nationalpark: Hier sind ausgewiesene Wege nur ein Teil der Geschichte, und die Landschaft selbst fühlt sich oft wie die Route an. Mit 34 Wanderungen von leichten Spaziergängen bis zu schwierigen Backcountry-Touren sowie einer wirklich extremen Route bietet der Park eine große Bandbreite an Erlebnissen. Anfänger können direkt in die Dramatik eintauchen – am Badwater Basin, in den Mesquite Flat Sand Dunes, bei Natural Bridge oder auf dem kurzen Spaziergang durch Harmony Borax Works, wo das Gelände zugänglich ist, die Landschaft aber alles andere als gewöhnlich. Für mittelschwere Wanderungen gibt es einige der besten Touren des Parks, darunter die glatt geschliffenen Engstellen von Mosaic Canyon, die üppige Überraschung von Darwin Falls, das farbenreiche vulkanische Gelände rund um Ubehebe Crater und das stets beliebte Gebiet um Golden Canyon, wo geformte Badlands und leuchtendes Gestein selbst eine Halbtageswanderung filmreif wirken lassen.
Was Death Valley besonders macht, ist, dass Wandern hier ebenso sehr von Textur, Maßstab und Atmosphäre lebt wie von der zurückgelegten Strecke. Man bewegt sich durch marmorartige Canyonwände, Salzflächen, die sich scheinbar endlos erstrecken, Dünenfelder, die sich mit dem Wind verändern, und raue Wüstenbecken, eingerahmt von Bergwänden. Anspruchsvollere Wanderer können sich in weglose Canyons und schroffe Grate wagen, wo die Abgeschiedenheit des Parks Teil des Reizes wird, doch selbst kurze Spaziergänge vermitteln ein Gefühl von Unermesslichkeit, das nur wenige Orte erreichen. Diese Landschaft belohnt Neugier und Respekt: Die Schönheit ist karg, das Gelände oft unmarkiert, und die Bedingungen erfordern kluge Planung. Wandern Sie hier in der kühleren Jahreszeit, nehmen Sie mehr Wasser mit, als Sie zu brauchen glauben, und Death Valley zeigt sich als eines der markantesten und unvergesslichsten Wanderziele im amerikanischen Westen.