Joshua Tree lässt sich am besten als ein Park mit klar unterscheidbaren Teilbereichen verstehen, die von zwei Wüsten geprägt sind. Die höher gelegene Mojave Desert bestimmt das klassische Bild des Parks: weitläufige Joshua-Tree-Wälder, gewaltige Felsansammlungen und der breite zentrale Korridor, den die meisten Erstbesucher von den West- und Nordeingängen aus erkunden. Hier finden Sie die ikonische Landschaft rund um Hidden Valley, Ryan Mountain, Jumbo Rocks und Skull Rock sowie die beliebtesten Trailheads, Campgrounds und Klettergebiete des Parks. In der nordwestlichen Ecke wirkt Black Rock Canyon etwas abgeschiedener, mit einem besonders schönen Joshua-Tree-Wald, starken Wandermöglichkeiten und einer ruhigeren, stärker lokal geprägten Atmosphäre als an der belebteren Hauptstraße. Ganz in der Nähe ist Covington Flats noch abgelegener, über eine Dirt Road erreichbar und ideal für Besucher, die Einsamkeit, höher gelegene Wüste und einen Hauch von Backcountry suchen.
Wenn Sie sich nach Süden und Osten bewegen, wandelt sich der Park dramatisch zur tiefer gelegenen Colorado Desert. Cottonwood ist hier das wichtigste Tor, erreicht über den South Entrance, und bietet ein ganz anderes Joshua-Tree-Erlebnis: wärmere Temperaturen, weitere offene Ausblicke, weniger Andrang und eine Wüstenvegetation, die eher von creosote, ocotillo und cholla als von dichtem Joshua-Tree-Wald geprägt ist. Cottonwood Spring bringt Kulturgeschichte, Birding und Zugang zu lohnenden Wanderungen hinzu, was diesen Bereich besonders attraktiv für Besucher macht, die mehr möchten als nur die größten Highlights des Parks. Der weiter östlich gelegene Cholla Cactus Garden zeigt eine der markantesten Pflanzengemeinschaften des Parks und präsentiert sich besonders schön im weichen Morgenlicht oder im Licht des späten Tages. Wenn es auf der Mojave-Seite um skulpturale Felsen und charakteristische Bäume geht, dann geht es auf der Colorado-Seite um Weite, Struktur und die karge Eleganz einer raueren Wüste.
Dann gibt es noch die Übergangs- und Aussichtslagen des Parks, die alles miteinander verbinden. Keys View, hoch in den Little San Bernardino Mountains gelegen, liefert die große Perspektive: das Coachella Valley, den Salton Sink und das enorme Ausmaß der umliegenden Wüstenbecken. Oasen wie Cottonwood Spring erinnern daran, dass Wasser hier im Stillen alles bestimmt und seltene Inseln des Lebens in einer ansonsten kargen Landschaft schafft. Die klügste Art, Joshua Tree zu erkunden, besteht darin, ihn nicht als ein einziges zusammenhängendes Reiseziel zu betrachten, sondern als eine Reihe kontrastreicher Zonen. Erstbesucher sollten sich auf das Mojave-Herz des Parks konzentrieren und Keys View für den Überblick ergänzen; Wiederkehrer sollten sich Zeit für Black Rock, Covington Flats und die südliche Colorado Desert nehmen, wo Joshua Tree eine wildere, weniger erwartbare Seite von sich zeigt.