Lassen Volcanic National Park gliedert sich ganz natürlich in sechs Besuchergebiete. Am einfachsten lässt sich der Park als ein von Norden nach Süden verlaufender Vulkankorridor mit einer ursprünglicheren Ostseite verstehen. Im Nordwesten bietet Manzanita Lake den sanftesten Einstieg: weite Seeblicke, klassische Spiegelungen des Lassen Peak, leichte Spazierwege, familienfreundliche Zugänge und einige der einladendsten Einrichtungen des Parks. Direkt südlich ist das Southwest Area rund um Kohm Yah-mah-nee und Sulphur Works für viele Besucher das bequemste Eingangstor. Hier haben Sie unmittelbaren Zugang zu dampfenden hydrothermalen Erscheinungen und Ausgangspunkten von Wanderwegen, die in eine eindrucksvollere alpine Landschaft führen. Das Central Area bildet das dramatische Rückgrat des Parks: Die Straße steigt hier ins Hochland rund um Lassen Peak, Lake Helen und Bumpass Hell an. Dies ist das Herzstück des vulkanischen Schauspiels im Park – hierher kommen Besucher für Gipfelwanderungen, karge alpine Landschaften und die konzentrierteste Erscheinung geothermischer Energie.
Weiter südlich und östlich verändert sich der Charakter. Das Southeast Area, dessen Mittelpunkt Warner Valley bildet, wirkt ruhiger, grüner und pastoraler – mit Wiesen, heißen Quellen und einer sanfteren Landschaft, die Reisende belohnt, die ein weniger hektisches Erlebnis suchen. Das Northeast Area wird von Cinder Cone, den Fantastic Lava Beds und den Painted Dunes geprägt – wohl die surrealste Vulkanlandschaft des Parks und das anschaulichste Beispiel dafür, wie jüngere Ausbrüche dieses Gelände geformt haben. Dann gibt es noch das Juniper Lake Area in der abgelegenen südöstlichen Ecke, den einsamsten erschlossenen Außenposten des Parks. Hier stehen Abgeschiedenheit, Camping am Ufer und eine ausgeprägtere Wildnisatmosphäre im Mittelpunkt. Zusammen lassen diese Gebiete Lassen weitaus größer und abwechslungsreicher erscheinen, als die Karte vermuten lässt.
Am klügsten erkunden Sie den Park, wenn Sie Lassen nicht als eine einzige Panoramastraße mit einigen Aussichtspunkten betrachten, sondern als eine Reihe eigenständiger Landschaften, die durch eine Straße verbunden und durch deutliche Veränderungen in Geologie, Höhenlage und Atmosphäre voneinander getrennt sind. Besucher, die zum ersten Mal hier sind, sollten sich auf die Parkstraße von Manzanita Lake durch das zentrale Hochland bis zum Southwest Area oder Southeast Area konzentrieren – sie vermittelt innerhalb von ein bis zwei Tagen den umfassendsten ersten Eindruck. Wenn Sie mehr Zeit haben, sollten Sie die östlichen Bezirke hinzufügen, insbesondere Cinder Cone und Juniper Lake, um den Park in seiner abgelegensten und fremdartigsten Form zu erleben. Lassen belohnt Vielfalt statt Eile: Bewegen Sie sich von Seen zu Lava, von Wiesen zu Schlammtöpfen, und Sie werden verstehen, warum sich dieser Park von jeder anderen Berglandschaft in Kalifornien abhebt.