Olympic National Park ist eine der großartigsten Wanderlandschaften des Westens, mit 191 Wegen, die von einfachen Waldspaziergängen bis zu extrem fordernden Wildnisrouten alles abdecken. Die Bandbreite ist außergewöhnlich groß: 92 leichte Wege machen den Park für Gelegenheitswanderer und Familien gut zugänglich, während mittelschwere und schwierige Optionen den Weg zu tieferen Talwanderungen, alpinen Aussichtspunkten und klassischem Backcountry-Gelände öffnen. Dann gibt es noch die extremen Routen, die den wilden Kern von Olympic verkörpern – steil, abgelegen und ernsthafte Unternehmungen für starke, gut vorbereitete Wanderer. Genau diese Vielfalt macht den Park so reizvoll: Man kann eine Stunde unter tropfendem Moos und riesigen Fichten verbringen oder für Tage in einer straßenlosen Bergwildnis verschwinden.
Die herausragenden Wanderungen zeigen die erstaunliche Vielfalt von Olympic. Im Hoh Rain Forest ist der Hall of Mosses der unverzichtbare kurze Spaziergang, eine kompakte Einführung in den kathedralenartigen Urwald des Parks, während der Hoh River Trail tief ins Innere durch üppigen Regenwald in Richtung Gletscherlandschaft führt. Hurricane Hill bietet eine der lohnendsten Bergwanderungen des Parks, mit weiten Ausblicken im Hochland, die sich dramatisch weit entfernt von den Tieflandwäldern anfühlen. Rund um Lake Crescent, Sol Duc und die Quinault-Täler führen Wege zu Wasserfällen, Flusskorridoren, alpinen Seen und einigen der beliebtesten Backpacking-Gebiete des Parks, darunter Routen in Richtung Seven Lakes Basin und Enchanted Valley.
Was das Wandern hier besonders macht, ist der enorme Kontrast, der in einem einzigen Park steckt. Olympic ist nicht eine einzelne Landschaft, sondern eine Sammlung von Landschaften: gemäßigter Regenwald, von Gletschern geformte Gipfel, Lachsflüsse, Urwaldtäler und zerklüftete Küste, alles durch Wanderwege verbunden. Ein Großteil des Parkinneren bleibt straßenlose Wildnis, daher ist Wandern hier nicht nur eine Freizeitbeschäftigung – es ist der Weg, den Park wirklich zu betreten. Nur wenige Orte im Land bieten diese Art von Intensität, bei der ein Weg einen vom farnbestandenen Waldboden auf einen offenen Bergkamm führen kann, von stillen moosbedeckten Hainen in weites, vom Wetter geformtes Bergland – alles im selben Nationalpark.