Wrangell–St. Elias lässt sich am besten nicht als ein einziges Reiseziel verstehen, sondern als vier verschiedene Zugangsregionen, von denen jede eine andere Seite dieser gewaltigen Wildnis Alaskas offenbart. Die Region Kennecott und McCarthy ist der bekannteste und am leichtesten zugängliche Einstieg in den Park: eine eindrucksvolle Mischung aus Kupferbergbaugeschichte, Gletscherwanderungen, klassischen Tagestouren und hochalpiner Landschaft rund um die alte Mühlenstadt sowie den Root Glacier und Kennicott Glacier. Wer den Park zum ersten Mal besucht und eine konzentrierte Erfahrung mit echter Atmosphäre und einem ausgeprägten Ortsgefühl sucht, sollte hier beginnen. Im Norden wirkt der Nabesna Road-Korridor ruhiger, wilder und selbstbestimmter. Dieser Teil des Parks ist ideal für Reisende, die weniger Menschen, weite Täler, Tierbeobachtungen, Spuren des alten Bergbaus und die Freiheit suchen, nach eigenen Vorstellungen anzuhalten und die Umgebung zu erkunden, statt einem festen Reiseplan zu folgen.
Der Bezirk Yakutat zeigt Wrangell–St. Elias von seiner maritimsten und abgelegensten Seite. Hier trifft der Park auf den Golf von Alaska, in einer Landschaft, die von gewaltigen Eismassen, einer stürmischen Küste und riesigen Gezeitengletschern geprägt ist. Dies ist kein unkomplizierter Zusatzstopp, sondern ein anspruchsvoller, expeditionsartiger Teil des Parks, der sich vor allem für Besucher eignet, die gezielt Rundflüge, unberührte Küstenwildnis oder eine umfassendere Alaska-Reise abseits des Straßennetzes suchen. Die vierte große Region, das Gebiet um Copper Center und den Parkhauptsitz, dient als praktisches Tor und Orientierungspunkt für den gesamten Park. Hier können sich Besucher auf den Park einstimmen, bevor sie weiter ins Innere vordringen, und Karten, aktuelle Informationen zu den Bedingungen sowie ein klareres Gefühl für die Dimensionen sammeln, die sie erwarten.
Wrangell–St. Elias erkundet man am besten, indem man sich für eine Region entscheidet, statt zu versuchen, „den ganzen Park“ zu erleben. Die Entfernungen sind enorm, die Versorgungsmöglichkeiten begrenzt, das Wetter wechselt rasch, und der größte Teil der Landschaft ist noch echte Wildnis. Betrachten Sie Kennecott-McCarthy als Region für Geschichte und zugängliche Abenteuer, Nabesna als Ziel für Einsamkeit und Erkundungen auf der Straße, Yakutat als abgelegene Gletscher- und Küstenwildnis und Copper Center als unverzichtbaren Ausgangspunkt. Wer sich auf diesen regionalen Ansatz einlässt, erlebt den Park so, wie er erlebt werden sollte: nicht als Liste von Sehenswürdigkeiten, sondern als eine der letzten wirklich gewaltigen und ungezähmten Landschaften Amerikas.