Arches ist außerordentlich lohnend, selbst wenn Sie sich nie auf einen langen Wanderweg begeben. Die 18-mile lange Panoramastraße des Parks bildet das Rückgrat des Erlebnisses, führt vorbei an einigen der dramatischsten Wüstenlandschaften des Südwestens und bietet einen überwältigenden Aussichtspunkt nach dem anderen. Halten Sie bei Park Avenue an, um die senkrechten Felswände und die canyonartige Großartigkeit zu erleben, und fahren Sie dann weiter zum La Sal Mountains Viewpoint für den klassischen Kontrast aus rotem Gestein und fernen alpinen Gipfeln. Courthouse Towers Viewpoint rahmt einen Wald aus Monolithen ein, während Balanced Rock zu den einfachsten und zugleich lohnendsten Stopps im Park zählt: Ein kurzer Spaziergang bringt Sie ganz nah an die scheinbar unmöglich balancierende Formation heran, die besonders im späten Tageslicht beeindruckt. Der Bereich The Windows ist ein weiterer unverzichtbarer Halt, wo enorme Öffnungen, Türme und Felsrippen eine der fotogensten Konzentrationen steinerner Architektur im Park schaffen, ohne dass dafür große Anstrengung nötig ist.
Abseits der Aussichtspunkte glänzt Arches als Ort, an dem man verweilt, schaut und die Wüste auf unterschiedliche Weise erlebt. Fiery Furnace bietet eines der markantesten Abenteuer des Parks, eine labyrinthartige Landschaft, die man am besten auf einer geführten oder genehmigten Tour erlebt, bei der enge Sandsteingänge und wechselndes Licht das Gelände fast surreal wirken lassen. Fotografie ist hier ein großer Anziehungspunkt, vom Glühen der Felswände bei Sonnenaufgang bis zu den intensiver werdenden Farben über Felsrippen und Türmen bei Sonnenuntergang. Von Rangern geführte Programme fügen eine weitere Dimension hinzu, besonders Abendvorträge und Sternenbeobachtung, wenn der dunkle Himmel des Parks zeigt, wie weitläufig diese Landschaft wirklich ist. Camping bei Devils Garden verlängert das Erlebnis, nachdem die Menschenmengen des Tages verschwunden sind, und ersetzt Verkehr durch Stille, Sterne und die geformten Silhouetten aus Stein.
Auch wenn Arches im klassischen Sinne kein Reiseziel für Strandliebhaber ist, gibt es im ganzen Park sandige Ebenen und Wash-Böden, die vielen Aussichtspunkten unterhalb der Klippen ein weiches, offenes, strandähnliches Gefühl verleihen. Diese weiten Szenen aus Slickrock und Sand sind ein Teil dessen, was den Park optisch so unverwechselbar macht: Es ist ein Ort für Panoramafahrten, kurze Spaziergänge, Stopps zum Sonnenuntergang, Picknicks, Tierbeobachtung und einfach dafür, die Dimensionen des Red-Rock-Landes auf sich wirken zu lassen. Wenn Sie einen Besuch im Nationalpark suchen, der sich eher um unvergessliche Landschaften als um viele Wandermeilen dreht, dann erfüllt Arches dies mühelos.